„Das Katzenauge an den Rollator“

In Ruhe üben und den Umgang mit dem Rollator lernen
In Neumünster wurde im Mai 2016 der erste „Rollator-Erfahrungspark“ Deutschlands eröffnet. Die Initiatorin Cornelia Schlick erklärt im Gespräch, weshalb es einen solchen Übungsplatz braucht.

Montag, 25. Juli 2016
Seniorin mit Rollator
© Ihre Gesundheitsprofis MAGAZIN

Redaktion: Wie kamen Sie auf die Idee, einen Rollator-Trainingsparcours zu bauen?

Cornelia Schlick: Neumünster hat über 70.000 Einwohner. Wie überall laufen auch bei uns viele Senioren mit dem Rollator durch die Stadt. Allerdings kann ein Großteil von ihnen nicht richtig damit umgehen. Im Erfahrungspark können die Menschen das Fahren auf Schotterwegen üben oder ausprobieren, ob sie auch mit steileren Wegen zurechtkommen. 

Übt man das nicht einfach, indem man es probiert?

In der Einkaufspassage vor allen Leuten ist das vielen Senioren unangenehm. Im Rollator-Park haben sie ihre Ruhe und es schaut ihnen niemand beim Training zu. Außerdem bieten wir im Rahmen des Projekts „Komm mit – Mach mit – Nimm den Rollator mit!“, regelmäßig sehr praxisnahe Schulungen an.

Was sind denn die häufigsten Fehler?

Viele gehen stark gebeugt und schieben ihren Rollator wie einen Kinder- oder Einkaufswaagen vor sich her. Das geht total aufs Kreuz. Wichtig ist, dass ich meinen Rollator nicht schiebe, sondern ihn führe. Dazu muss ich den Rollator eng am Körper halten und mich richtig in das Gerät hineinstellen. Laufe ich nun los, tue ich das automatisch aufrecht.

(...)

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